Ohne Schnick & Schnack | 10 Dinge und a bissl mehr… über Island
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10 Dinge und a bissl mehr… über Island

Bevor wir nach Island geflogen sind, haben wir uns nicht wirklich gekümmert bzw. schlau gemacht. Das hat den Vorteil, dass man nicht zu hohe Erwartungen stellt und den Nachteil, dass man vielleicht etwas verpasst. Natürlich wussten wir, dass man dort die Polarlichter und Wale beobachten kann. Und dass Reykjavik die Hauptstadt sind und die Isländer bei der Europameisterschaft alle beeindruckt haben. Aber dann hört es auch schon bald auf.

Unterkunft auf Island

Möglichkeiten für Übernachtungen gibt es viele auf der Insel. Unterwegs haben wir viele Hotels gesehen, die wir teilweise vorab im Internet nicht gefunden haben. Aber es gibt auch zahlreiche Bed & Breakfast. Wir haben im Süden auf der Farm Hunkubakkar in Gästehäusern geschlafen. Es gibt dort viele Schafe, die man auch besuchen und streicheln kann. Und sie landen auch auf dem Teller. Sie liegt wunderschön in einem Tal und man kann von dort aus zum Fjaðrárgljúfur Canyon laufen, etwa zwei Kilometer. In Reykjavik haben wir unsere Unterkunft über AirBnB gebucht und waren mehr als zufrieden, wurden wir doch mit einem tollen Blick über die Bucht belohnt.

Ausblick aus unserer Hütte in Hunkubakkar in Island

Whale Watching

Es gibt viele Anbieter. Man kann mit einem großen Bot oder einem kleinen Speedboot fahren. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und je ruhiger die See ist, umso besser kann man diese für uns wahnsinnig tollen Tiere beobachten. Wir hatten uns für die Special Tours entschieden, weil sie ein Tagebuchhaben und man jederzeit schauen kann, welche Walarten gesichtet wurden. Dank des schlechten Wetters hatten wir am ersten Tag kein Glück und sind deshalb am zweiten Tag noch einmal rausgefahren. Und wir hatten Glück, wir haben Schweinswale und Zwergwale gesehen.

Wellness auf Island

In Island gibt es fast 200 Thermalquellen. Und sie sind einfach traumhaft. Wir haben die Blue Lagoon besucht. Es ist natürlich etwas teuer, aber es lohnt sich wirklich. Wunderschöne Location. Dank des Salzgehalts lässt sich auch wunderbar in der Lagune floaten. Und der Name dieses Wellnessgeländes stammt von dem blauen Wasser, das sich so durch Silizium, Algen und Minerale gefärbt hat.

Basaltsäulen und schwarzer Strand

Am schwarzen Strand ist eine starke Brandung. Und man sollte aufpassen, dass man sich nicht zu dicht am Wasser bewegt. Schnell springt eine Welle mal etwas weiter als erwartet. Es soll dort auch viele Papageientaucher geben. Aber als wir dort waren, flogen dort nur viele Möwen hin und her.

Und die Basaltsäulen sehen aus wie eine Orgel mit sehr vielen Orgelpfeifen. Dyrhólaey ist ein beeindruckender Ort in Island. Wir haben die Zeit dort sehr genossen und den wunderbaren Blick auf die Felsen im Wasser.

Auf der anderen Seite ist Vic y Myrdal. Die kleine Stadt ist sehr gemütlich, es gibt eine Kirche etwas oberhalb, die einen wunderbaren Blick auf die Stadt, das Meer und die Felsen bietet.

Wasserfälle – Foss auf Isländisch

Die vielen Wasserfälle wollen wir nicht an dieser Stelle vergessen. Sie sind über das ganze Land verteilt. Von der Straße aus hat man schon einen besonderen Blick auf viele dieser Wasserwunder. Manche Wasserfälle muss man sich erarbeiten über eine Wanderung. Wir haben den Skogafoss unter anderem besucht. Und wir waren sehr beeindruckt. Von unten wirkt er riesig und das Wasser treibt mit einer besonderen Kraft nach unten.

Kleiner, idyllischer Wasserfall im Süden Islands

Kleiner, idyllischer Wasserfall im Süden Islands

Geysire und andere Naturphänomene

Nachdem wir die blaue Lagune besucht haben, musste wir unbedingt noch zu den Geysiren fahren. Schließlich liebt unser kleiner Junge “Wickie und die starken Männer”. Und in einem der Kapitel können Wickie und seine Helfer fliehen, in dem sie über einen Geysir bis ins Meer geschleudert werden. natürlich sind die Geysire nicht wirklich so stark. Aber es war extrem spannend zu sehen, wie das Wasser brodelt, sich nach oben kämpft, um sich in einer etwa zehn Meter hohen Fontäne zu zeigen.

Dafür sind wir am Nationalpark Thingvellir (Þingvellir) vorbeigekommen. Wir sind bis zum Geothermaltal Haukadalur gefahren, um den Geysir Stromkur zu bewundern. Einige Kilometer weiter entfernt befindet sich der wohl beeindruckendste Wasserfall Gullfoss.

Grassodenkirche Hofskirkja

Im Internet hatte ich ein Foto von einer grasgedeckten Kirche gefunden, die in Hof steht. das Foto hatte mich sehr beeindruckt, so dass ich meinen Mann überredet habe, dorthin zu fahren. “Das sind doch nur 95 Kilometer von unserer Unterkunft”. Na ja, solch eine Fahrt zieht sich über 1,5 Stunden. Der Weg ist sehr schön, eine beeindruckende Landschaft, die man an der Seite liegen lässt. Zahlreiche Brücken werden überquert. Man sieht, wie sich der Schnee aus dem Hochland in Richtung Wasser drängt. Wir waren wirklich sehr beeindruckt.

Leider nicht mehr so ganz, als wir in Hof ankommen. Hof entpuppte sich als eine Häuseransammlung, nicht mehr als ein kleines Dorf. Und die einzige Attraktion war die Kirche. Sie wurde 1884 erbaut und war die letzte Torfkirche, die im alten Stil gebaut wurde. Es gibt heute nur noch fünf dieser Torfkirchen. Die Kirche in Hof steht unter Denkmalschutz.

Die Grundmauern wurden aus Bruchsteinen errichtet, die tragende Konstruktion aus Treibholz, für Wände und Dächer wurden Torf- und Grassoden verwendet. Auf Island wurden Kirchen und Häuser in den Boden gegraben, die dabei anfallenden Grassoden wurden zu Wänden aufgestapelt.
Als Baustoff wurde Treibholz von der Küste und Torf aus dem Gebiet um Hof verwendet.

Also, die Kirche mit dem umliegenden Grundstück ist schon wirklich sehr schön. Aber es lohnte nicht die jeweils 1,5-stündige Fahrt Hin und Zurück. da hätten wir lieber rund um Hunkubakkar etwas unternehmen können.

Giftige Tiere

Es gibt keine Schlangen auf Island. Für Frauen wie mich, die gern auch mal durch die Pampa laufen und durch das Gehölz streifen, ist es mehr als gut zu wissen, dass dort nichts herumkriecht, was (im Besonderen: eine Schlange) mir ins Bein beißen könnte. Es gibt ja nichts Gruseligeres zu wissen. Vor allem, wenn man schon das eine oder andere große Reptil in freier Wildbahn gesehen hat.

Preise auf Island

In Island ist alles zwei bis drei Mal so teuer. Beim Essen ist es uns besonders aufgefallen. Zwei Burger, eine Portion Pommes, eine Flasche Wein und eine Limo – 110 Euro etwa. Aaaah, das tut etwas weh, aber die Reise war es wert.

 

Tag & Nacht

Wir als Europäer sind an Tag und Nacht im Wechsel gewöhnt. Aber auf Island funktioniert das etwas anders. Im Winter gibt nur wenige Sonnenstunden. Und im Juni manchmal 22 Stunden Helligkeit. Selbst als wir Ende April dort waren, ging die Sonne erst gegen 22 Uhr unter und gegen 4.30 wieder auf. Das war ungewohnt für uns. Und wir wollen auch noch einmal im Winter hin. Nicht wegen der langen Nacht…

Polarlichter

Wir wollen die Polarlichter sehen. Die wir um etwa zwei bis drei Wochen verpasst haben. Die Bilder und Fotos, die wir vorab im Internet und auch auf Island gesehen haben, haben uns mehr als beeindruckt. Dieses Schauspiel wollen wir auch noch einmal genießen und zudem den Norden der Insel etwas mehr erkunden.

Geschwindigkeitsbegrenzung

Das Tempolimit auf den isländischen Bundesstraßen, die um die ganze Insel führen, beträgt 90 km/h. Damit hat man manchmal etwas zu kämpfen, wenn man einen Bleifuß hat. Denn viele Straßen fahren immer geradeaus und man kann schon fast sehen, wer morgen zu Besuch kommt.

 

Island Air

Soweit wir es recherchiert haben, gibt es von Deutschland aus nur Island Air, mit der man nach Island gelangt. Und nachdem wir oft mit Ryanair und Co. zu unseren Zielen gelangen, waren wir schon sehr überrascht über den Standard an Bord. das Kind erhält Kopfhörer, etwas zum malen und eine Sackbox, jeder Platz hat einen kleinen Bildschirm für Filme, Serien, Musik und Co, Wasser und Kaffee sind umsonst und das Service-Personal bei Island Air war sehr, sehr nett. Wir können deshalb diese Airline (und da man ja eh nicht die Wahl hat…) sehr empfehlen.

Final müssen wir sagen, wir waren mehr als beeindruckt und wollen unbedingt wieder dorthin. Die Frage ist nur wann. Denn wir haben noch viele Ziele auf der Liste, die wir sehen wollen. Aber Island läuft ja (hoffentlich) nicht weg. Wart Ihr auch schon auf Island? Was hat Euch am meisten gefallen?

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