Ohne Schnick & Schnack | 10 Dinge… und ein bißchen mehr, die ich meinem Kind sagen möchte
775
post-template-default,single,single-post,postid-775,single-format-standard,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1300,hide_top_bar_on_mobile_header,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-11.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-6.4.1,vc_responsive

10 Dinge… und ein bißchen mehr, die ich meinem Kind sagen möchte

Ohne Schnickschnack ist jeder Tag ein neues Abenteuer, eine kleine Herausforderung und eine besondere Freude mit Dir. Deshalb möchte ich Dir sagen:

Ich liebe dich!

Und wie! Abends sag ich das meistens, wenn Du im Bett liegst. Bis zu den Sternen und zurück. Und Du antwortest „Ich Dich noch viel weiter, Mama!“. Die Dimensionen reichen gar nicht aus, um zu beschreiben, wie lieb ich Dich habe und wie wichtig Du mir bist. Du warst ein Geschenk und wirst es immer bleiben. Du wirst niemals selbstverständlich sein für mich. Ich hoffe, Du weißt das. Denn…

Ich schimpfe mit dir, weil ich dich liebe!

Meine Güte, kannst Du mich manchmal zur Weißglut bringen. Wenn Du auf Kommando und ohne ersichtlichen Grund anfängst zu weinen. Wenn ich Dich anziehen soll, obwohl ich noch halb in der Dusche stehe, mir aber trotzdem schon die Haare föne und Zähne putze, weil wir so spät dran sind. Oder wenn Du so wütend bist, dass Du den Pflanzen im Garten die Blätter abreißt, weil Du nicht weißt, was Du gerade vor Ärger mit Deiner Energie machen sollst. Da muss ich Dich aus der Situation holen, damit Du runterkommst und wir darüber sprechen können.

Gib nicht so schnell auf!

Wenn Du Fahrrad fährst, bleibt mir fast das Herz stehen. Den Stil würde ich schon fast als Kamikaze bezeichnen, anfahren und bremsen, das gern auch an einer Straße. Und es macht Dir so viel Spaß, dass wir bald unsere Hündin daheimlassen müssen, wenn wir Ausflüge machen. Denn sie kommt nicht mehr mit Dir mit. Nimm doch dieses Lernen in andere Bereiche mit, wenn Du malst, wenn Du schreiben übst oder bastelst. Darüber würde ich mich so freuen.

Ganz oft sagst Du zu mir „Mama, das mach ich nicht, das kann ich nicht.“ Doch, mein Herzblatt. Du schaffst das. Du lernst ganz bald Buchstaben schreiben, dann schaffst Du Deinen Namen und irgendwann schreibst Du ganz tolle Sätze in einem Brief an mich. Da bin ich mir sicher. Du musst halt nur einfach mal anfangen und immer wiederholen. Und irgendwann flutscht es. Schließlich hast Du schon so viel geschafft. Du hast Laufen gelernt, Du kannst sprechen. Und wie… inzwischen sabbelst Du uns in Grund und Boden.

Schlaf schön (& viel)

Bist Du müde? „Nein, niemals“ wäre Deine Standardantwort. Selbst wenn die Augen schon zugefallen sind, würdest Du es nicht zugeben. Mir gibst Du oft das Gefühl, dass Du nichts verpassen möchtest. Wach bleiben ist auf jeden Fall besser als schlafen. Aber ehrlich, Du bist (m)ein Kind, das viel Schlaf braucht. Zehn Stunden sind derzeit noch zu wenig, elf sind gut, aber zwölf sind optimal. Leider schaffen wir das im normalen Alltag selten. Im Urlaub war es so warm und wir konnten alle nicht früh einschlafen. Zumal es immer spät Abendessen gab. Nach vier Tagen konnten wir Dich kaum noch ertragen, Du hast geweint, geschimpft, warst wütend. Wir mussten eine extralange Schlafpause einlegen, damit Du wieder so warst, wie wir Dich kennen.

Und es stört mich auch nicht wirklich, wenn Du Dich so fest an mich ankuschelst, dass ich fast aus dem Bett falle…

         

Du bringst mich zum Lachen!

Eigentlich sollst Du schon mindestens zehn Minuten schlafen, doch Du rufst (schon wieder) nach mir. Du ,möchtest mir noch einen Witz erzählen. Na ja, eigentlich ist es keiner, denn Du hast Dir, weil Du gerade nicht schlafen kannst oder willst, irgendeinen Blödsinn einfallen lassen. Manchmal fängst Du im Bett auch an zu singen. Da bist Du oft kreativ und bringst mich zum Lachen. Du erzählst mir, dass Dein Bauch gerade unzufrieden ist. Wie kommst Du nur darauf. Ja nee, ist klar, Dein auch ist ganz dicht an dein Ohr gekommen und hat es ihm gesagt. Darüber muss ich auch lachen.

Ich muss eigentlich fast immer über Dich lachen, denn Du bist ein sehr positives, gut gelauntes Kind.

Ich bin so stolz auf dich!

Seit Du auf der Welt bist, bin ich stolz. Nein, eigentlich schon vorher, als Du noch in meinem Bauch warst. Jeden Tag schaue ich Dich an und mein Herz ist kurz vor dem Platzen. Schon allein hier beim Schreiben, habe ich Tränen in den Augen, weil ich so voller Emotionen an Dich denke. Aber ich bin auch stolz, wenn Du mir zeigst, wie Du auf einem Bein stehen kannst, wenn Du ein Lied im Radio mitsingst, wenn Du bist in den Himmel schaukelst, dem kleinen Anton mit seinem Spielzeug hilfst oder mich manchmal anzwinkerst, wenn ich Dich (heimlich) beobachte. Ich bin immer stolz auf Dich, denn Du bist ein Stück von mir.

Es hört nie auf!

So sehr ich Dich auch liebe und stolz bin, so sehr habe ich Angst. Angst, dass Du hinfällst, dass Dich ein Auto überfährt, ein böser Mensch etwas antut oder andere Kinder Dich ärgern. Die Angst begleitet mich mit der Liebe. Ja, ich bin eine Helikopter-Mutter. Aber ich gebe mir große Mühe, nicht direkt über Dir zu fliegen, sondern mit einem guten Abstand, dass Du Dich frei entwickeln und entfalten kannst. Ich schaffe es mehr und mehr, etwas loszulassen, um Dich wie einen Engel fliegen zu lassen.

Ich fühle mich überfordert!

Und das gar nicht zu selten. Warum sagt uns niemand, wie anstrengend es ist, sein Kind zu erziehen? Warum sieht es bei anderen einfacher aus? Ich bin manchmal überfordert. Wenn es zu schlimm wird, gehe ich erst einmal auf Abstand, manchmal wahrlich vor die Tür, um tief durchzuatmen. Denn ich halte nichts vom Schelten und Schlagen. Da ist die eigene Erinnerung wohl noch zu präsent. Es ist nicht das Große, sondern es sind die kleinen, alltäglichen Situationen, die mich überfordern.

 

Ich vergebe dir!

Ja, das tue ich. Und das muss ich auch mal sagen. Denn neben dem Überfordern kommt dazu, dass Du mich auch so schon Energie kostest. Du hast meinen Körper wirklich platt gemacht, als Du in mir warst. So habe ich es mir nicht vorgestellt. Jetzt nach fünf Jahren traue ich mich laut zu sagen, dass mein Körper wieder halbwegs so ist, dass ich mir theoretisch vorstellen könnte, ein zweites Kind zu bekommen. Leider wird es dazu nicht mehr kommen, denn wir als unsere Eltern fühlen uns zu alt, um ein zweites Baby aufzuziehen.

Ich danke Dir!

Ich danke Dir, dass Du in mein Leben “gesprungen” bist und ich Deine Mama sein darf. Ich freue mich immer, wenn wir morgens und abends und manchmal zwischendurch unsere speziellen Kuschelzeiten haben. Du legst Die Arme um mich, ich lege die meinen um Dich! Das gibt mir Energie und Zuversicht! Ich danke Dir für die Zeit, die Du mit mir verbringst. Irgendwann wird es anders sein, dann sehe ich Dich weniger oder selten. Und dann kann ich hoffentlich auf die heutigen Momente dankbar zurückschauen.

Ich wünsche Dir!

Ich wünsche Dir (deshalb), dass Du Dich liebst und so annimmst. Dass Du in unserer Familie das findest, was Du persönlich brauchst. Baue Dir eine „Sozialfamilie“ auf, die Du liebst und Dein Leben bereichern. Denn das Wichtigste ist: Liebe (egal wen)!

No Comments

Post A Comment