Ohne Schnick & Schnack | Alpträume und Tagträume
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Alpträume und Tagträume

Was für ein Tag? Die letzte Nacht haben wir nicht geschlafen, weil das Kind in seinem Bett Alpträume und dann zwischen meinem Mann und mir die Augen ganz schnell wieder zugemacht hatte. Leider war es dann mit unserer schönen Ruhe zu zweit vorbei. Der Zwerg drehte sich nach links und ich hatte einen Arm im Gesicht. Drei Minuten später bewegte er sich nach rechts und packte sein Bein bei meinem Mann rauf. So ging das dann die nächsten Stunden weiter. Als der Wecker klingelte, waren wir fast froh, dass die Nacht vorbei und wir aufstehen konnten.

Die heiß-kalte Dusche, die heute auch noch ein paar Minuten länger dauerte, brachte leider nicht den längerfristigen Energiekick für die kommenden Stunden. Und seit wann macht Kaffee eigentlich müde? Egal, es hilft nichts, wir müssen das Kind in die Kita bringen und dann weiter zur Arbeit.

Und wie ist das an solchen Tagen? Der Erfolg bricht vom Himmel, man gewinnt im Lotto, obwohl man gar nicht gespielt hat und jeder Mensch lacht einen an… Haha.

Mein Kind – die Quasselstrippe

Natürlich geht es nicht so weiter. Schon im Bad bei der schönen heißen Dusche hadere ich mit mir und denke, wann bin ich endlich im Büro. Allein mit mir und der Kaffeemaschine voller Kaffeebohnen, die nur darauf warten, gemahlen zu werden. Denn das Kind kommt nicht in die Gänge, will es nicht schaffen, sich allein anzuziehen und sabbelt und sabbelt und sabbelt.

Es werden in den Medien Zahlen zitiert, dass Frauen etwa 20.000 Wörter reden, Männer um die 7.000 (nun ja, da ist mein Mann schon eine Ausnahme und kann deutlich mehr!). Und mein Kind… ich schätze… 60.000…? Oder noch mehr? Gefühlt an diesem Morgen schafft er 100.000.  Und er macht mich mit Worten alle. Ich beeile mich, muss Haare fönen… was für ein schönes Geräusch, da hört man den Kleinen gar nicht… ob ich den Fön anlasse, bis wir das Haus verlassen? Na ja, das war nur eine Idee.

Frischer Kaffee und der Tag läuft…

Aber ich gebe Gas und dann ist heute mal ein Tag, an dem die Haare nicht so liegen. Hauptsache das Kind kommt in die Kita. Unten an der Tür will es sich auch nicht die Schuhe anziehen. Und nein, die Jacke geht heute nicht, zu blau, zu dick, zu… egal. Nicht streiten, schnell mit Schuhen durchs Haus in das Kinderzimmer hechten und eine andere Jacke suchen. Runter, Tür auf, Kind und Hund raus, Tasche und Schlüssel schnappen und abschließen. So, das wäre schon mal geschafft.

Und endlich komme ich im Büro an und trinke meinen ersten Kaffee. Okay, vielleicht kann der Tag doch noch gerettet werden. Aber irgendwie haben sich gerade heute alle auf den Plan geschrieben, mich anzurufen. Nicht nur die, mit denen ich eng zusammenarbeite, sondern auch die, die mal wieder anrufen wollen oder mir irgendetwas verkaufen wollen. Puuuh, wann ist der Tag endlich zu Ende und ich kann wieder ins Bett und hoffentlich durchschlafen?

 

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