Ohne Schnick & Schnack | Auszeit mit aller Macht – Schlaff wie ein ausgelutschter Socken
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Auszeit mit aller Macht – Schlaff wie ein ausgelutschter Socken

Das habe ich nun davon. Ich liebe mein Kind, aber ich kann nicht mehr durchschlafen oder wache um 3 Uhr auf und die Nacht ist vorbei Ich hänge durch wie ein schlaffer Sack und kann mich gerade mal aufraffen, eine Runde an der frischen Luft mit meiner fast neunjährigen Hündin zu gehen. Eigentlich könnte ich noch mehr mit ihr laufen, aber ich mag eigentlich nicht. Ich mache es eigentlich nur, weil es meine Vernunft vorschreibt.

Schlafpositionen eines Kindes

Schlafposition Nr. 75. Zudecken… weichet von mir… ich strahle Hitze aus.

Ich will doch einfach nur schlafen!

Und danach geht es wieder auf die Couch. Dort rolle ich mich unter unserer neuen XXL-Familiendecke zusammen und schlafe wieder ein. Ich lasse es einfach zu und es fühlt sich so gut an. Schlafen ist die beste Medizin.

Wir haben anstrengende Nächste. Sehr anstrengende Nächte. Das habe ich nicht so in Erinnerung. Und irgendwie erfährt man so etwas auch immer erst von anderen Eltern, wenn man selbst redet. Vor der Schwangerschaft hört man selten, dass Schlafentzug nicht nur in den ersten Monaten Standard ist, sondern einen die nächsten Jahre verfolgt.

Sch… (das Wort mit …ei… darf man hier nicht mehr sagen und wir korrigiert: “Mama, das darf man nicht sagen!” eibenkleister… Was haben wir alles ausprobiert, um das Kind zum Durchschlafen zu bringen. Die letzten zwei Nächte hatten wir eine im Januar und eine im Dezember. Beides Mal war eine Freundin bei uns und hat übernachtet. Ob wir sie dazu bringen können, bei uns einzuziehen. Na ja, sie wird wahrscheinlich nicht ihre Familie verlassen, damit unser Kind durchschläft und wir auch es dann auch dürfen.

1.001 Nacht – wir haben alles ausprobiert, damit das Kind durchschläft

Schlafposition Nr. 158

Schlafen mal anders! Bequem? Kann ich mir nicht vorstellen.

Ich glaube, ich könnte fast ein Buch drüber schreiben. Vielleicht mache ich das auch noch. Alles begann, als Junior 2,5 Jahre war und wieder von Oma kam (Und nein, ich sehe da keinen Zusammenhang! Aber Fakten sind Fakten!). Das Kind wurde anfangs zwischen 3 und 4 Uhr wach und saß nach der Mama schreiend in seinem Bett. Und war auch aus dem gleich daneben liegenden Schlafzimmer nicht zu überreden, zu uns zu kommen, ohne dass wir aufstehen müssen. Also, immer einer hoch das Kind holen. Die Uhrzeiten haben sich immer weiter verschoben… nach vorne. Irgendwann kam er immer zwischen 23 und 1.30 Uhr. Und ich konnte dann abends kaum einschlafen, aus Angst, dass er sich dann gleich meldet. Ich war und bin morgens schon groggy.

Und nein, wir haben nicht die Herausforderung, dass unser Kind abends nicht einschlafen kann oder will. Das klappt alles sehr gut. Und je nachdem, wie er oder wir uns fühlen, bleiben wir mal eine Runde liegen oder stehen nach der Geschichte und dem letzten Gequatsche wieder auf. Manchmal schmeißt er uns direkt raus: “Mama, Du kannst jetzt zu papa gehen. Ich möchte allein einschlafen.” Gerade meistens dann haben wir solch eine Lust, liegen zu bleiben…

Wir haben ihn bei uns schlafen lassen, aber auch da ist er nachts aufgewacht und hat nach uns gerufen. Wir sind einmal quer durch Google und zurück. Mit den Bachblüten Rescue Nacht für Kinder haben wir es versucht. Mit anderen homöopathischen Kügelchen ebenfalls – kein Erfolg. Wir haben das Bett umgestellt in dem Zimmer mit Verdacht auf irgendwelche Wasser- oder Energielinien unter dem Bett. Wir hatten eine Feng Shui-Beratung, das Ergebnis war, dass wir Schlafzimmer und Kinderzimmer getauscht haben – inklusive der Verstellung (!!!) der Wand zwischen den beiden Räumen. Wir haben alles bunte, krakelige, aufregende aus der Nähe des Bettes verschoben.

Von A bis Z… alles ausprobiert

Das Kinderbett stand für mehrere Woche bei uns neben dem Ehebett – natürlich lag dort nicht Junior, sondern Papa. So konnte der Kleine weiterhin zwischen uns schlafen und dafür sorgen, dass wir wieder nicht durchschlafen. Mit der Adventszeit haben wir alle Überredungsmittel benutzt, damit das Kind wieder ins eigene Zimmer geht – mit Erfolg. Weiterhin keine Probleme beim Einschlafen im eigenen Bett, aber mit dem Durchschlafen.

Einen Fortschritt haben wir innerhalb der Monate bzw. Jahre erreicht. Das Kind wacht nachts auf, schnappt sein Kuschelhasen und das Kopfkissen, kommt rübergetappelt und kriecht zwischen uns. Und manchmal habe ich viel Glück und bekomme kaum etwas mit und schlafe einfach weiter. Aber leider viel zu selten. Ich bin müde! Es muss sich was ändern!

 

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