Ohne Schnick & Schnack | Meine neue Leidenschaft: Pilze sammeln    
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Meine neue Leidenschaft: Pilze sammeln    

Eigentlich mag ich diese kleinen, wilden Pilze gar nicht so gern, als Kind fand ich sie schon richtig gruselig. Aber seitdem wir selbst suchen, putze ich die Pilze und brate sie meist mit Zwiebeln und Knoblauch. Und das schmeckt mir richtig gut. Mein Mann wird auch mutiger.

Lernen, lernen und lernen von den Erfahrenen – sehr wichtig beim Pilze suchen

Und weil wir so unerfahren sind, haben wir am letzten Sonntag eine Pilzwanderung organisiert. Mit einer erfahrenen und zertifizierten Naturführerin sind wir durch den Tangstedter Forst gelaufen. Und ich habe für mich festgestellt, ich werde weiterhin Respekt haben. Denn ich habe einiges, neues gelernt. Pilze mit Schwämmchen kann man immer essen. Aber es gibt wohl auch einige bittere Exemplare wie der Rotfußröhrling dabei, die einem beim Genuss alles versauen können. Deshalb kann man direkt im Wald die Geschmacksprobe machen, soll aber gleich wieder alles ausspucken.

Zudem haben wir gelernt, die ganz kleinen und die ganz alten (bei denen sich schon alles nach oben wölbt) Pilze stehenzulassen. Bei den kleinen kann man nicht immer erkennen, was es ist, wenn sie noch zu geschlossen sind. Die Alten wollen nur noch ihre Samen abwerfen und sich vermehren. Pilze sind sehr wichtig für einen guten Wald, denn sie kümmern sich um die Abfälle. Haben sie abgefuttert oder sich die Stoffe, die sie brauchen daraus gezogen, wandern sie weiter.

Eine krause Glucke

Hallimash – kann man den auch rauchen?

Hört sich ein bisschen so an, oder? Aber nein, das haben wir nicht gefragt und wir haben auch nicht solche Pilze gesucht. Bei unserer Wanderung haben wir einige Pilze gefunden, von denen wir die Finger lassen sollten. Aber richtig überraschend war eine große Kohorte an Hallimasch. Dieser wuchs auf einem umgefallenen Baum und hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes dort breit gemacht. Die Ansammlung hat locker für uns sieben Suchende gereicht. Wir haben sie wieder gebraten und dann mit einem Brötchen gegessen. Sehr lecker. Und im letzten Jahr gab es einen Bericht in der Presse, dass im amerikanischen Bundesstaat gefunden wurde, der so groß wie 1.200 Fußballfelder war. Da kann man aber ganz schön rumknabbern.

Neu war für mich, dass man Pilze 15 bis 20 Minuten garen sollte. Ich hatte die Maronen früher immer nur so höchstens 10 Minuten in der Pfanne. Da muss ich mich wohl bessern und mich daran üben, dass dann fast nichts mehr in der Pfanne ist. Ich stelle fest, dass man einen ordentlichen Gewichtsverlust hat, wenn die Garzeit vorbei ist. Die Pfanne ist dann fast wieder leer…

Ich habe noch Erinnerungen daran, dass wir früher, als wir noch Kinder waren, mit meinem Papa unterwegs waren und Pilze gesucht haben. Die Heizungen waren bedeckt mit Butterbrotpapier, auf dem die Pilze getrocknet wurden. Und ich weiß auch noch, dass wir ein paar Mal, große Boviste gefunden haben. Diese wurden in geschlagenem EI und Paniermehl gewälzt und gebraten. Da hatte man wirklich fast ein großes Schnitzel auf dem Teller.

Durch unser Kind sind wir wieder mehr im Wald unterwegs und da das Herumlaufen langweilig ist, haben wir angefangen, nach Pilzen Ausschau zu halten. Und wer suchet, der findet. Und jetzt warten wir gespannt darauf, dass wir es vielleicht am Nachmittag nach der Schule noch einmal hinkriegen und noch einmal in den Wald stiefeln, denn das Wetter ist gerade ideal dafür. Schön feucht und noch nicht zu kalt.

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