Ohne Schnick & Schnack | Ostern in Quarantäne oder was wir jetzt über uns lernen
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Ostern in Quarantäne oder was wir jetzt über uns lernen

In der Zeit vor Ostern in fast-Quarantäne. Das hatten wir uns wohl alle nicht vorgestellt. Das ist ja wie in einem schlechten Science Fiction-Filme, die ich auch nie schaue im Fernsehen. Und ich weiß auch warum. Denn das kann man alles nicht nachvollziehen. Nicht mehr rausgehen und mit den Nachbarn mit einer Tasse Kaffee einen Plausch halten. Nicht mehr mit den Kids auf den Fußballplatz. Kein Krach und gefühlt Schränke auseinandernehmen im Kinderzimmer mehr. Hände waschen, bis die Haut abfällt. Und der Absatz von Handcreme müsste der einzige sein, der in den Himmel steigt.

Also, sind jetzt alle Mütter und Väter gefragt, sich Beschäftigungen für unsere Kinder und uns selbst zu überlegen. Denn sonst steigt die Mortalitätsrate, aber nicht durch Corona, sondern durch Mord und Totschlag. Wir legen dann mal los. 

Gassigehen als neue Herausforderung

Jeden Morgen drehen wir jetzt eine große Runde mit unserer Hündin Cuna und einer Ausleih-Gassihündin. Das stellt uns schon vor die ersten, neuen Herausforderungen, denn die Hündin ist noch sehr jung und sehr flippig, ein kleiner Flummi an der Leine. Puuuh, ich bin immer verschwitzt, wenn ich wieder zu Hause bin.

Und da wir auch grad auch überlegen, ob wir uns einen Zweithund anschaffen, ist dies eine interessante Bewährungsprobe. Ein junger Hund bedeutet viel Arbeit und Disziplin und nicht nur Gassigehen. Die einfachsten Sachen, die für uns inzwischen selbstverständlich sind, müssen neu gelernt werden. Und trotzdem glaube ich, dass wir nicht wieder die weltbeste Hündin auf Erden bekommen würden. Denn umsonst ist sie nicht die Weltbeste. 

Schule – Eltern als Lehrer – Wer will denn das?

Die nächste Herausforderung ist, wie beschäftige ich mein Kind, ohne, dass er den ganzen Tag vor der Glotze oder dem Tablet sitzt. Wir machen Schule! Nach dem Gassiegehen gehen wir an seinen selbst aufgeräumten Schreibtisch. Das üben wir auch. Nachdem die Aufgaben gemacht sind, wird alles zusammen und weggeräumt. 

Den Stundenplan haben wir zusammenerarbeitet. Jeden Tag neu. Dazu gehören erst einmal nur die klassischen Fächer Mathe und Deutsch inkl. Lesen und Schreiben üben. Wir machen dann 60 Minuten, dann eine kurze Essens- und eine große Bewegungspause und dann noch einmal 90 bis 100 Minuten Unterricht. Somit steht an jedem Tag entweder Mathe oder Deutsch im Fokus und wird, wie in der Schule, etwas stärker bearbeitet. 

Und ich hoffe, dass wir auch etwas Fortschritte machen werden hinsichtlich Konzentration und schnellerem Arbeiten. Nach zwei Tagen „Schule“ bin ich aber auch schon zwischendurch an den Grenzen. Ich habe mich jetzt mal rausgezogen und lasse meinen Mann machen. Mal schauen, wie weit die Männer zusammen kommen. 

Beschäftigung für die Mütter

Ich arbeite zwischendurch, wenn unser Sohn „Schule“ macht. Aber da komme ich nicht so weit. Ich arbeite, wenn das Kind Mittag isst, ich arbeite nachmittags, abends und morgens, bevor es losgeht. Habe ich eigentlich immer gemacht, aber da hatte ich dann auch schon mal mehrere Stunden, um an einem Projekt konzentriert zu arbeiten. Also, habe ich kurzerhand beschlossen, zu backen. Denn Putzen, ehrlich, ist mal grad keine Alternative, seh ich nicht ein, will ich nicht und überhaupt. Kinder und Männer können auch den Putzlappen schwingen. So. Und zurück zum Thema. Ich habe die ersten Cakepops meines Lebens zubereitet. Passend zu Ostern mit Möhrchen und Apfel und ich finde, sie sind zwar sehr üppig, aber auch sehr lecker geworden. Es sind so viele geworden, dass wir sie auch an die Nachbarn verschenkt haben. Ist wahrscheinlich grad nicht erlaubt. Aber essen wegschmeißen, finde ich auch nicht gut. 

So, und nun schauen wir mal weiter, wie wir die nächsten Tage herumbekommen. 

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