Ohne Schnick & Schnack | Seele zur Ruhe kommen lassen – aber wie?
569
post-template-default,single,single-post,postid-569,single-format-standard,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,no_animation_on_touch,qode-title-hidden,qode_grid_1300,hide_top_bar_on_mobile_header,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-11.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-6.4.1,vc_responsive

Seele zur Ruhe kommen lassen – aber wie?

Alles ist immer einfacher gesagt, als getan. Ich bekomme oft – ungebeten – den Ratschlag, weniger zu arbeiten. Will ich das immer hören? Ich weiß doch oft selbst, dass ich viel zu viel arbeite, um nicht zu sagen immer. Mehr oder weniger habe ich noch aus dem Kreißsaal auf Mails geantwortet. So bin ich halt!

Und ich liebe meine Arbeit und meine Kunden, na gut meistens und nicht immer. Hoffentlich lesen sie das jetzt nicht. Aber wieder zurück zum Thema. Eigentlich merke ich es oft, wenn ich in die immer engere Schleife des Arbeitswahnsinns oder Workholics komme. Nur ist es schwer, da immer wieder rauszukommen. Vor allem, wenn man dann noch eine Familie hat und ich nicht machen kann, wie und wann ich will. Familie heißt ja auch Geben und Nehmen und vor allem Kompromisse eingehen.

Loslösen von der permanenten Smartphone-Kommunikation

Muss ich permanent und überall Emails lesen?

In den letzten Monaten war es mal wieder soweit. Ich bin gerade aus dem Büro raus, steige ins Auto und an der zweiten Ampel schaue ich schon wieder in den Mail-Ordner… es könnten ja in den letzten zehn Minuten wahnsinnig viele und wichtige Mails reingekommen sein. Nun gut, manchmal ist es so, aber doch eher selten.

Und damit ich davon etwas Abstand bekomme und mein Puls in ordentlichen Bahnen verläuft, habe ich jetzt mal den kompletten Mailordner von meinem Iphone gelöscht und nur einen privaten Mail-Account gelassen, da ich ab und zu Fotos mit dem Handy mache und sie kurzfristig verschicken muss. Eine Woche habe ich es schon geschafft. Habe ich damit schon die schlimmste Stufe eines Abhängigen geschafft oder kommt das Zittern und verzweifelte Suchen nach Suchtmitteln noch?

Whatsapp – der Zeiträuber schlechthin

Vor einigen Monaten habe ich schon WhatsApp so eingerichtet, dass es nicht mehr bimmelt oder die Nachrichten anzeigt, wenn sie ankommen. Das heißt, ich kriege des Öfteren den Schock, wenn ich mal nachschaue und 30 Nachrichten sind eingetrudelt durch die verschiedenen Gruppen, denen man so angehört.

Gruppe für die enge Familie, damit man sich auf dem neuesten Stand hält, weil man über die ganze Republik verteilt ist, Gruppe Klassentreffen – der Name sagt alles, Gruppe einiger Klassenkameraden, die sich wiedergefunden und mehr zu sagen haben, Arbeitsgruppen und natürlich die verschiedenen Gruppen rund um die Freizeitorganisation des eigenen Kindes. Da sammelt sich einiges, auch wenn ich die großzügige Löscherin der Nachrichten bin. Trotzdem… seitdem ich Whatsapp auf lautlos und „unsichtbar“ habe, entspannt es mich sehr.

Kein Smartphone am Bett

Und ich habe es mir angewöhnt, dass ich mein Handy nicht mehr mit ans Bett nehme. Na ja, fast gar nicht mehr. Um Weihnachten herum hatte ich es mal dabei und konnte am sehr, sehr frühen Morgen nicht mehr schlafen. Nun ja, da habe ich mal wieder Facebook intensiver gelesen (was mal gut war und mich wieder auf den neuesten Stand gebracht hat) und gleich mal wieder einige Gruppen und Likes „entliked“. Jetzt bin ich wieder schnell durch in der Timeline.

Und ich war shoppen, bin einem Punktesammelrausch eines Anbieters erlegen. Aber hey, das Hundefutter ist auf Vorrat für das nächste halbe bis dreiviertel Jahr. Und ich habe schon die Kundenweihnachtsgeschenke für 2018 bestellt. So früh war ich noch nie dran. Das hat doch auch was, oder? Ich war stolz danach, bis ich mittags in einen tiefen Schlaf für zwei Stunden gesunken bin…

Der Weg ist das Ziel… Und ich versuche auf dem Weg zu bleiben…

 

No Comments

Post A Comment