Ohne Schnick & Schnack | Stockbrot… wieder Kind sein
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Stockbrot… wieder Kind sein

Stockbrot, wir müssen endlich mal Stockbrot machen… so mein Mann vor einigen Wochen, na, es sind schon mehrere Monate. Erst musste er eine Feuerschale (na ja, es ist schon zweite, die erste kam von einem Discounter, damit wir endlich eine haben. Dann wurde eine zweite auf einem Weihnachtsmarkt erstanden, die viel stylisher war. Ja, ich mag sie auch) kaufen und mit dem nächsten Atemzug musste dann Stockbrot gemacht werden. Wozu hat man eigenen Nachwuchs? Genau, um auch wieder selbst ein (kleines) Kind zu werden.

Stockbrot – Klappe die Erste: Verqualmt

Beim ersten Mal ging es voll in die Hose. Denn das Holz hatten wir draußen gelagert. Und all unsere Nachbarn und mehr oder weniger das halbe Viertel hatte etwas davon, als wir es versucht haben, anzuzünden. Es wurde alles zugeraucht und es wurde nichts mit dem Stockbrot über dem offenen Feuer. Mein Mann hat umdisponiert. Und wir haben den Teig über dem Grill gebacken. Das war super, aber hatte nicht das Flair für die Kinder.

Aber am letzten Samstag war es endlich so weit, das Wetter passte, wir standen nicht bis zu den Knien im Wasser im Garten… also konnte es losgehen.

Stockbrot – Klappe die Zweite: Verbrannt

Das Nachbarkind war informiert, die Stöcke wurden geschnitzt, der Teig wurde angesetzt. Als Stockbrot-Anfänger entschieden wir uns für einen ganz einfachen, ganz klassischen Teig: Mehl, Milch, Hefe, eine Prise Zucker, eine Prise Salz – fertig. Den mit der Hand gemachten Teig haben wir für etwa eine Dreiviertelstunde auf der Heizung zum Gehen gelassen. Alles lief super. Und so haben wir dann ordentlich die Stöcke mit dem Teig umwickelt.

Die Stöcke hatten wir noch aus dem Frühjahr. Wir wohnen so mittendrin und ich brauchte etwas Sichtschutz. Und nachdem an den Straßen die Sträucher und Bäume geschnitten wurden, waren wir unterwegs, um ordentlich Holz zu sammeln. Ein schönes Zäunchen haben wir uns gebaut, aber wir kamen auch mit vielen Mücken- und Bremsenstichen, die uns eine Weile begleitet haben, zurück.

Messer, Schere Feuer Licht sind für kleine Kinder nicht

Zurück zum Stockbrot. Gegen sechs wurde es dunkel, das Holz in der Feuerschale brannte. Alles begann sehr friedlich, die Männer tranken nebenbei ein Bier. Aber wie es so mit den Kleinen ist. Alles muss angefasst und ausprobiert werden. Und unser Junior musste die heiße Feuerschale mit einem Finger berühren und verbrannte sich. Mit viel Glück war es nicht doll, aber das Geschrei war umso größer. Und damit hatte er dann auch keine Lust mehr auf das Stockbrot und verzog sich mit dem Kühlakku auf die Couch.

Erst nachdem wir alle fertig mit dem Essen (Stockbrot und Grillwürstchen) waren, kamen bei ihm Hunger und Lust zurück. Aber ich glaube, bis zum nächsten Stockbrot-Essen wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Und dann werden wir auch verschiedene andere Rezepte, die ich inzwischen recherchiert habe, ausprobieren. Man kann das Teig mit Kräutern, Peperoni und Oliven, Speckwürfeln oder Knoblauch verkneten. Jetzt erinnern noch ein kleines Cars-Pflaster und eine Mini-Brandblase an den Unfall.

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