Ohne Schnick & Schnack | Ungarischer Baumkuchen “Kürtöskalacs”
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Ungarischer Baumkuchen “Kürtöskalacs”

Haben Sie schon mal diesen ungarischen Baumkuchen – Kürtöskalacs – probiert? Da gerate ich total in Verzückung. Hammer, megacool und super lecker. Unseren ersten, an den ich mich erinnern kann, haben wir in Budapest gegessen. Ich war als Kind oder Teenager dort, habe aber damals anscheinend keinen Baumkuchen dorfprobiert – das wüsste ich definitiv noch. Wir waren über ein verlängertes Wochenende in der ungarischen Hauptstadt und haben Freunde wiedergetroffen, die wir schon inzwischen schon länger als 35 Jahre kennen.

Essen & Genießen – meine Lieblingsbeschäftigungen

Leider kommen das Essen und Genießen, eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, des Öfteren zu kurz durch die Arbeit, Familie, den Haushalt oder den alltäglichen Stress.

Das geht nicht nur mir so, auch meinem Mann. Er kocht super gern, aber in der Woche fehlt uns abends ganz einfach die Zeit oder unser Sohn ist uns wichtiger, als zu kochen. Schließlich haben wir abends meist nur etwa drei Stunden zusammen und dann ist der kleine König schon im Bett und schläft. Bleibt noch das Wochenende und dann muss man auch noch all das machen,

was man nach der Arbeit nicht geschafft hat. Also genießen wir vor allem mit Freunden und der Familie, wenn wir uns gemeinsam die Zeit nehmen, und wenn wir wegfahren.

So habe ich im November kurzfristig für uns einen Flug in Zürich gebucht. Natürlich habe ich nicht darüber nachgedacht, dass dort alles so teuer ist und mich wie eine kleine Schneekönigin über die günstigen Flüge gefreut. Na ja, egal, wir haben die Zeit dort miteinander genossen. Wir waren alle das erste Mal in der Schweiz. Und wir waren begeistert über den vielfältigen Weihnachtsmarkt direkt neben dem Zürich-See. Nicht nur fünf Würstchenbuden und zwei Kartoffelpufferbuden. Nein, an jedem Stand gab es etwas Anderes und das auch noch aus aller Welt. Aber es war auch super voll und man musste etwas Geduld mitbringen, wenn man viel probieren wollte.

Ungarischen Baumkuchen gibt es auch auf dem Zürcher Weihnachtsmarkt

Und auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Bahnhof haben wir dann auch die Baumstriezel, die wir in Budapest schon lieben gelernt haben, gefunden. Also, habe ich meine Familie dann an beiden Tagen vor Ort dorthin geschleppt, damit uns für zehn Schweizer Franken einen solchen Baumkuchen kaufen konnten. Am besten schmeckt er, wenn er noch richtig heiß ist und man ihn aus der Papierverpackung isst.

Und am nächsten Tag am Flughafen mit Wlan habe ich dann angefangen, zu recherchieren, wie man diese leckere Schweinerei herstellen kann. Gleich haben wir vor Ort noch die Holzrolle, die man dafür braucht bestellt. Und bei Vera, deren Blog ich schon durch die Arbeit kennengelernt habe, habe ich das passende Baumstriezel-Rezept gefunden.

Ich lege los – mein erster “Kürtöskalacs”

Und heute habe ich mir endlich die Zeit genommen, das Rezept auszuprobieren. Eigentlich ist es ja ganz einfach. Für den Baumkuchen braucht man einen Hefeteig und je nachdem, wie man ihn mag, die entsprechenden Toppings. Wir mögen es ganz klassisch mit Zimt und Zucker. Aber es geht auch mit Mohn, Sesam und mein Mann hatte vorhin eine Idee für eine pikante Variante mit Zwiebeln und Schinkenwürfeln. Eine Käsekruste würde wahrscheinlich auch funktionieren. Das steht dann als nächstes auf der to-do-Liste.

Und mein Sohn hat mir kräftigen geholfen, beim Teig ausrollen. Erst mit seiner Mini-Teigrolle, dann doch mit der großen – da kam er etwas besser voran. Und dann haben wir den Teig in Streifen geschnitten und um unsere neue Baumstriezelrolle gelegt, mit flüssiger Butter bestrichen und in Zucker und Zimt gedreht. Für zehn Minuten ging das ganze Ding dann draußen auf den Grill. Glücklicherweise haben wir so ein motorisiertes Drehding, so dass man da auch „Broiler“ grillen kann. Und damit wurde der ungarische Baumkuchen schön gedreht und der Zucker ist toll und gleichmäßig karamellisiert.

Lecker, lecker, lecker… Und bald gibt es den nächsten Baumkuchen. Mal schauen, welches Topping wir dann wählen.

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