Ohne Schnick & Schnack | Unsere Heirat in Thailand
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Unsere Heirat in Thailand

Buddhistische Hochzeitszeremonie in Thailand

Fünf Jahre verheiratet, da wird es mal wieder Zeit für etwas Neues. Nein, ich meine damit nicht, dass ich mich von meinem Mann trenne. Ganz im Gegenteil, wir haben sozusagen unsere Gemeinschaft noch einmal geweiht im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich stehe so gar nicht auf Schnickschnack. 

Deshalb ist die Hochzeit als solches oder eine Eheschließung ist für mich nicht wichtig und die erste auch ganz klein ausgefallen. Wir sind nur schnell zum Standesamt, haben die Dokumente unterzeichnet und waren nach zehn Minuten wieder draußen. Damals war unser Sohn gerade sechs Monate alt. Wir hatten gerade ein Haus gekauft, ich habe nebenbei gearbeitet und überhaupt… Ich hatte keine Lust auf viel Stress und wenig Spaß. Wir hatten uns zu dritt einen gemütlichen Tag gemacht, lecker gekocht und fertig. 

Seit unser Sohn größer wird, kommen auch Themen wie Heiraten und was das bedeutet auf den Tisch. In diesem Jahr waren wir auch auf zwei Hochzeiten und der Kleine wollte auch geheiratet werden. Na ja, für ihn hat es viel mit Tanzen und Bewegung zu tun. Denn in den Kinderfilmen wie der Eiskönigin wird immer getanzt, wenn die Paare sich finden.

5. Hochzeitstag mit thailändischer Zeremonie

Deshalb haben wir uns entschieden, unseren fünften Hochzeitstag etwas anders als sonst zu verbringen. Der Kleine kommt im nächsten Sommer zur Schule, sodass wir die „letzte“ Möglichkeit genutzt haben, um den dunklen, kalten Winter zu entfliehen. Wir haben unseren Urlaub in Thailand verbracht und deshalb dort eine buddhistische Hochzeit organisiert. Natürlich nur wieder wir drei. 

Hochzeit in Thailand

Ich habe einige Monate vorab recherchiert, wo und wie wir das machen können. Alles stand im Kopf schon fest und doch haben wir dann noch einmal alles umgeworfen. Wir hatten uns ein schönes Hotel ausgesucht, in dem man auch heiraten kann. Eigentlich hatten wir uns eine romantische Feierlichkeit am Strand vorgestellt. Aber etwa einen Monat vorher wurde ich von PK, dem Hotelmanager des Mai Khao Lak Ressortskontaktiert und wir haben beschlossen, die Zeremonie in einem Tempel vorzunehmen. Dementsprechend mussten wir uns auch noch um die thailändische Kleidung kümmern und wir hatten nur einen Tag. 

Alles ist vorbereitet für die Zeremonie unserer buddhistischen Hochzeit in Thailand

Wir waren dann irgendwie entsprechend gekleidet, aber mein Traum von Kleid war es nicht. Viel zu eng, nicht wirklich Figur hervorhebend und sehr, sehr warm bei 32° im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit. Ich brauchte Hilfe beim Hinsetzen und Aufstehen. Aber es gab wichtigeres für uns, wir waren passend gekleidet und ehrlich… auf den Fotos sieht es auch nicht so schlimm aus wie gedacht. 

Der “große” Tag

Mit noch ein bisschen Jetlag ging es am frühen Morgen des 12.12. los. Wir trafen uns am Empfang mit der Belegschaft des Hotels und dem Fotografen, der schon mal ein schönes Familienfoto von uns geschossen hat. Und dann ging es los zu Tempel nach Takua Pah.

Buddhistische Zeremonie in einem Tempel

Eigentlich haben wir gedacht, dass die Zeremonie direkt in einem Tempelstattfindet, aber alles war wunderschön aufgebaut vor dem Tempel unter einer Überdachung. Schon morgens war es gefühlt über 30°C warm, das Wasser lief an uns herunter. Und es ging auch glich los, denn bei den Zeremonien werden die Rituale der Mönche beachtet. Diese nehmen ihre Mahlzeiten nur am Vormittag ein. Und das war auch ein Geschenk, das vom Hotel organisiert war. Sie bekamen jeder einen vollen Teller mit verschiedenen Sachen zu essen. Es sah sehr lecker aus und wenn wir nicht so aufgeregt gewesen wären, hätten wir vielleicht noch ein Auge mehr darauf geworfen. 

Die “9” ist eine Glückszahl in Thailand

Die Uhrzeit ist in Thailand sehr wichtig. Die 9 stellt dort eine Glückszahl dar. Dementsprechend wird um 9.09 meistens geheiratet. Kommt man später (fast wäre es uns so ergangen wegen dem Verkehr), startet man um 09: 19 oder 09:29 Uhr.

Zu Beginn haben wir eine weiße Blumengirlande, die böse Geister abschrecken soll, um den Hals bekommen. Dann haben wir gemeinsam Kerzen angezündet, die vor dem goldenen Buddha aufgebaut waren. Danach wurde gebetet, wir saßen auf dem Boden, was durch die Kleidung und den harten Boden etwas erschwert wurde. Zudem mussten auch die Beine bedeckt sein, aber das Kleid hatte einen hohen Schlitz. Das war alles nicht so einfach, als wir uns vor unseren fünf Mönchen platziert haben. 

Kurz danach mussten wir jedem einzelnen Mönch die Opfergaben, die das Hotel vorbereitet hatte, übergeben. Und dann haben die Mönche gebetet und verschiedene Segen ausgesprochen.

Buddhistische Zeremonien für Verbundenheit und Individualität

Dann mussten wir uns erheben und auf zwei Stühle setzen. Der älteste Mönch malte uns drei weiße Punkte auf die Stirn. Zum Schluss wurden wir über unsere Köpfe mit weißen Schnüren verbunden. Sie sollen die Verbundenheit der beiden Personen symbolisieren und trotzdem die eigene Individualität wahren. Diese Tradition nennt sich Sai Monkhon.

Die Wasserweihung, die uns offiziell zu Mann und Frau macht, fand am Ende statt. Aus einem goldenen Kännchen träufeln die anwesenden Gäste Wasser in die Hände des Brautpaares und sprechen dabei gute Wünsche für das Brautpaar aus. Auch unser Sohn hat das Rodt Nahm Sang mitgemacht. Das fanden wir sehr toll, denn es war ein rührender, emotionaler Moment, wie der kleine Mann seinen Job erledigt hat. 

Und dann waren wir fertig und haben gar nicht mitbekommen, dass die Mönche schon wieder ihrer Wege gezogen sind. Denn wir hatten auch noch Umschläge mit Geld für sie vorbereitet. Ein Mönch kam danach nochmal zurück und nahm das Geld von uns drei in Empfang. 

Und dann gab es noch das offizielle Fotoshooting mit dem Fotografen und wir haben ganz tolle Bilder von uns Dreien als Erinnerung bekommen. 

In den Straßen von Takua Pah unterwegs
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