Ohne Schnick & Schnack | Wie die Lemminge…
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Wie die Lemminge…

Kennt Ihr die Kinderserie „Grizzy und die Lemminge“? Wir schauen sie total gern, auch wenn der arme Bär immer verliert gegen die kleinen blauen Bälle. Die Lemminge treten ja nur im „Rudel“ und nie allein auf. Grizzy hat also gar keine Chance, sich ihrer zu entledigen, zu entspannen oder endlich mal mit der Bärenfrau voranzukommen. Irgendwie kommen die kleinen Teile immer dazwischen. Und was der eine von ihnen macht, machen auch die anderen. So scheint es momentan auch draußen in der Wirklichkeit zu sein.

Allein unter Menschen

Ich schau mich um in der S-Bahn zum Hauptbahnhof und 80 bis 90 Prozent der Mitfahrer schauen kollektiv auf ihr Handy. Sie tippen darauf herum und viele haben noch Kopfhörer in den Ohren. Und ich gebe zu, ich habe es bis vor kurzem nicht anders gemacht. Schnell noch ein paar Mails beantworten, das nochmal schnell nachschauen im Internet und nebenbei noch Musik zum Runterkommen gehört.

Jetzt frage ich mich, bin ich wirklich runtergekommen oder hat mich das alles noch mehr in meinen Stress gebracht. Dieser Druck, diese Beschallung von allen Seiten, immer mehr. Überall blitzt es durch die digitalen Medien, da hängt wieder knallbunte Werbung an der Häuserwand, im Radio reden die Moderatoren schnell und morgens gern auch etwas lauter… mich macht das alles fertig. Geht Euch das auch so oder steh ich damit allein?

Je länger ich detoxe, umso besser geht es mir

Wie schon in den ersten Januar-Post geschrieben, bin ich gerade dabei zu „detoxen“. Auf die unterschiedlichsten Wege. Wir trinken gerade mehr oder weniger oft (grüne) Smoothies, ich trinke viel Kräutertee, bade in basischem Wasser, sauniere viel, wenn ich es abends noch hinbekomme, sportele ein bisschen vor mich hin. Und ich trenne mich mehr und mehr von meinem Handy. Ich war doch schon sehr abhängig. Und mir geht es gut dabei.

Bei der Firmenveranstaltung gestern Abend im Fernsehturm wollte ich es erst mitnehmen. Hey, wir waren oben im Restaurant mit einem fantastischen Blick. Ich hätte tolle Fotos machen können. Aber ich habe mich dagegen entschieden, ich wollte mich auf meine Tischkollegen konzentrieren. Dafür haben die dann alle auf ihr Handy geschaut…

Zeit zum Schauen und Denken

Warum ich auf dieses Thema komme? Gestern war ich Berlin. Ich habe eine große Messe besucht. Und um den Stress für mich gering zu halten, bin ich mit der Bahn gefahren. Auto an der S-Bahn abgestellt und los geht’s.

Ich bin eigentlich keine große Freundin der öffentlichen Verkehrsmittel. Man muss an der Bahn stehen und frieren – wie gestern bei – 6°C. Und es ist voll, in der S-Bahn und im Zug. Aber irgendwie habe ich die Zeit genossen und mir die anderen Menschen um mich herum angeschaut und angefangen, zu reflektieren: Was will ich und wie möchte ich sein?

Ich genieße die Fahrt mit den winterlichen Bildern draußen!

 

 

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